Windmessungen

Zürich Wind untersucht derzeit an drei Standorten in den Gemeinden Wiesendangen, Rickenbach und Ossingen die lokalen Windverhältnisse. Die Daten sind entscheidend für allfällige nächste Projektschritte.

Teile der Gemeinden Wiesendangen, Ossingen und Rickenbach sind als mögliche Standorte für Windenergieanlagen für die Aufnahme in den kantonalen Richtplan vorgesehen. Zur Untersuchung der lokalen Windverhältnisse führt Zürich Wind derzeit Windmessungen an den drei Standorten durch. Die so gesammelten Daten liefern eine sachliche und faktenbasierte Entscheidungsgrundlage für allfällige nächste Projektschritte.

Aktuelle Messwerte

Der Windmessmast in Zünikon (Gemeinde Wiesendangen) wird derzeit installiert. Im Anschluss starten die Messungen und die aktuellen Messwerte werden an dieser Stelle auf der Webseite veröffentlicht. 

Die Installation der Messmasten in Ossingen und Rickenbach erfolgt voraussichtlich nach den Osterferien. Die entsprechenden Messwerte werden ebenfalls schnellstmöglich aufgeschaltet. 

Was wird gemessen?

An den rund 125 Meter hohen Windmessmasten sind verschiedene Sensoren installiert, die kontinuierlich Daten erfassen, darunter die Windgeschwindigkeit und -richtung sowie verschiedene Wetterdaten. Zudem werden auch Informationen zu den Fledermausaktivitäten an den Standorten erfasst. Damit die Windverhältnisse möglichst präzise analysiert werden können, erfolgen die Messungen in unterschiedlichen Höhen.

Die Windmessmasten werden vollständig autark betrieben: Solarpanels und ein Batteriespeicher versorgen die Anlagen mit der benötigten Energie.

Schematische Darstellung des Windmessmastes
Quelle: Zürich Wind

Wie lange dauern die Messungen?

Der Wind verändert sich im Laufe eines Jahres. Im Winter weht er meist stärker als im Sommer und auch Wetterlagen beeinflussen die Windverhältnisse. Damit ein möglichst realistisches Bild entsteht, dauern die Windmessungen mindestens ein Jahr. So kann das unterschiedliche Windaufkommen in den verschiedenen Jahreszeiten berücksichtigt werden.

In Zünikon (Gemeinde Wiesendangen) werden die Daten ab März 2026 erhoben. In Ossingen und Rickenbach beginnen die Messungen im April 2026. Nach Abschluss der Messungen wir der Windmessmast vollständig abgebaut

Wie geht es nach den Messungen weiter?

Nach Abschluss der Messungen werden die gesammelten Daten mit bestehenden Wind-Langzeitdaten (z.B. von naheliegenden Wetterstationen oder Satellitendaten) abgeglichen. Dadurch entsteht eine realistische sowie möglichst sichere, langfristige Prognose der zu erwartenden Windverhältnisse. Auf dieser Basis berechnet Zürich Wind eine Produktionsprognose für mögliche Windenergieanlagen an den Standorten. Diese dient als Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen. Zeigen die Messdaten, dass die Nutzung von Windenergie an den Standorten wirtschaftlich sinnvoll ist, wird in einem nächsten Schritt die umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung in Auftrag gegeben.

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