Windmessungen

Windmessungen

Zürich Wind untersucht derzeit an drei Standorten in den Gemeinden Wiesendangen, Rickenbach und Ossingen die lokalen Windverhältnisse. Die Daten sind entscheidend für allfällige nächste Projektschritte.

Teile der Gemeinden Wiesendangen, Ossingen und Rickenbach sind als mögliche Standorte für Windenergieanlagen für die Aufnahme in den kantonalen Richtplan vorgesehen. Zur Untersuchung der lokalen Windverhältnisse führt Zürich Wind derzeit Windmessungen an den drei Standorten durch. Die so gesammelten Daten liefern eine sachliche und faktenbasierte Entscheidungsgrundlage für allfällige nächste Projektschritte.

Impressionen von der Installation des Windmessmasts in Zünikon und Rickenbach
Für die Installation des 125 Meter hohen Windmessmasts in Zünikon war ein fünfköpfiges Team vom Mastbau-Unternehmen Vertic Pro über eine Woche lang an der Arbeit.
Foto: Caroline Fink
Die einzelnen Mastelemente sind drei Meter lang, rund 100 Kilo schwer...
Foto: Caroline Fink
… und werden vom Boden her mit einem sogenannten Kletterkran zur Mastspitze hochgezogen.
Foto: Caroline Fink
Dort werden die einzelnen Elemente von zwei Montagearbeitern zusammengebaut und befestigt.
Foto: Caroline Fink
Der fertige Windmessmast besteht aus insgesamt 40 Stahlelementen. Die auffällige rot-weisse Farbgebung im oberen Bereich entspricht luftfahrtrechtlichen Vorgaben und dient dazu, dass der Mast für Flugzeuge gut sichtbar ist.
Foto: Caroline Fink
Für die technische Ausführung der Windmessung wurde das Unternehmen Meteotest beauftragt.
Foto: Caroline Fink
Der Windmessmast ist mit unterschiedlichen Sensoren ausgestattet, um damit Daten zu Windgeschwindigkeit und -richtung sowie Luftdruck und -feuchtigkeit zu erfassen. Auch Aktivitäten von Fledermäusen werden aufgezeichnet.
Foto: Caroline Fink
Der Blick über die Landschaft am Messtandort in Zünikon. Über mindestens ein Jahr wird hier das Windaufkommen untersucht, um so zu beurteilen, ob sich ein Windenergieprojekt am Standort lohnt.
Foto: Caroline Fink
In Rickenbach (siehe Bildreihe) und Ossingen erfolgt die Installation des Windmessmasts mit dem Helikopter.
Foto: Caroline Fink
So konnte der Windmessmast auch trotz der erschwerten Zugänglichkeit des Standorts im Wald installiert werden.
Foto: Caroline Fink
Und das in Rekordzeit: Nach gerade mal einem halben Tag konnte die Installation abgeschlossen werden.
Foto: Caroline Fink
Damit das so schnell vorwärts gehen konnte, war auch am Boden voller Einsatz gefragt. Hier bereitet ein Flughelfer ein Mastelemente für die Beladung des Helikopters vor.
Foto: Caroline Fink
Schwindelfrei am Windmessmast: An der Mastspitze sorgen drei Mast-Monteure und ein Flughelfer dafür, dass die Elemente ihren Platz finden.
Foto: Caroline Fink
Der Windmessmast in Rickenbach. Über mindestens ein Jahr wird hier das Windaufkommen untersucht, um so zu beurteilen, ob sich ein Windenergieprojekt am Standort lohnt.
Foto: Caroline Fink

Aktuelle Messwerte
Zünikon (Gemeinde Wiesendangen)
Rickenbach
Ossingen

Hinweis: Die Daten bilden die Messwerte des Anemometers auf 125 Meter Höhe ab. Die Winddaten werden konstant gemessen. Diese vereinfachte Darstellung zeigt nur die Windgeschwindigkeit, dies wahlweise in m/s oder km/h (umschaltbar durch Klick auf Einheit). Die Daten für die Anzeige auf dieser Webseite werden im 15-Minuten-Takt aktualisiert. Für die Aktualisierung der Ansicht ist ein Refresh der Seite erforderlich (Drücken von F5).

Was wird gemessen?

An den rund 125 Meter hohen Windmessmasten sind verschiedene Sensoren installiert, die kontinuierlich Daten erfassen, darunter die Windgeschwindigkeit und -richtung sowie verschiedene Wetterdaten. Zudem werden auch Informationen zu den Fledermausaktivitäten an den Standorten erfasst. Damit die Windverhältnisse möglichst präzise analysiert werden können, erfolgen die Messungen in unterschiedlichen Höhen.

Die Windmessmasten werden vollständig autark betrieben: Solarpanels und ein Batteriespeicher versorgen die Anlagen mit der benötigten Energie.

Schematische Darstellung des Windmessmastes
Quelle: Zürich Wind

Wie lange dauern die Messungen?

Der Wind verändert sich im Laufe eines Jahres. Im Winter weht er meist stärker als im Sommer und auch Wetterlagen beeinflussen die Windverhältnisse. Damit ein möglichst realistisches Bild entsteht, dauern die Windmessungen mindestens ein Jahr. So kann das unterschiedliche Windaufkommen in den verschiedenen Jahreszeiten berücksichtigt werden.

In Zünikon (Gemeinde Wiesendangen) werden die Daten ab März 2026 erhoben. In Ossingen und Rickenbach beginnen die Messungen im April 2026. Nach Abschluss der Messungen wir der Windmessmast vollständig abgebaut

Wie geht es nach den Messungen weiter?

Nach Abschluss der Messungen werden die gesammelten Daten mit bestehenden Wind-Langzeitdaten (z.B. von naheliegenden Wetterstationen oder Satellitendaten) abgeglichen. Dadurch entsteht eine realistische sowie möglichst sichere, langfristige Prognose der zu erwartenden Windverhältnisse. Auf dieser Basis berechnet Zürich Wind eine Produktionsprognose für mögliche Windenergieanlagen an den Standorten. Diese dient als Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen. Zeigen die Messdaten, dass die Nutzung von Windenergie an den Standorten wirtschaftlich sinnvoll ist, wird in einem nächsten Schritt die umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung in Auftrag gegeben.

Zürich Wind startet Windmessungen

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